Das lebendige Malaga hat mein Herz erobert!
...und daher bin ich noch eine Woche geblieben! Bin weiterhin in die Schule gegangen, habe mir ein heimeligeres Hotel gesucht (inklusive Dachterrasse :-)) und genoss die Qualität eines langsamen und entspannten Entdeckens. So lange war ich in diesem halben Jahr an keinem Ort - ausgenommen zuhause ;-). Eine wunderschöne, kompakte Altstadt voller junger Menschen, pulsierend, viele Bars, Restaurants, Kirchen, Museen, massenhaft Straßenkünstler bevölkern den Hafenbereich, fast schon ein „Pflasterspektakel“. 😊
Apropos Pflaster: Die Augen der Stadtplanerin inspizieren die Fläche unter ihren Füßen: Die Böden dieser Altstadt bestehen aus glänzenden, Wertigkeit ausstrahlenden, geschmeidigen, vielfältigen, gemusterten Flächen und Steinen..einfach schön! Diese Oberflächen geben dem Zwischenraum, dem gemeinsamen Lebensraum der Bewohner, Aufenthaltsqualität und Ästhetik. Dergleichen täte so mancher Stadt, die von grauen, plattgewalzten Asphaltflächen geprägt ist, gut. ;-) . Jaja, ich weiß, da unten im Süden haben sie auch ein anderes Wetter und keinen Frost, aber es wird sich wohl auch aus frostsicheren Belägen etwas für das Auge Ansprechende gestalten lassen.
...und auch das gibt es hier...nur 6 km von von der Altstadt entfernt die auch um diese Jahreszeit recht belebte Strandpromenade von EL Palo.
Nach der geistigen Nahrung in der Schule stillen wir unsere körperlichen Bedürfnisse auf der Dachterrasse mit Speisen aus dem kleinen Restaurant im Erdgeschoss des Hotels. Jammi!
...und auch das ist Malaga...
Diese architektonisch höchst fragwürdigen Elemente - Lotto. bzw.Los-verkaufshütten- besetzen nahezu jede Straßenecke. Scheint ein "Volkssport" zu sein! ;-)
mmmh... der Leuchtturm kämpft mit gesichtslosen, hohen Apartmenthäusern....da fragt sich auch die Sonne, ob die hier am Strand richtig platziert sind.
Picasso, der hier auch ein ganzes Museum füllt, habe ich natürlich auch über die Schulter geschaut😉 , ...ob ich da wohl was Inspirierendes für meine Malerei entdecke?
Für mich einer der schönsten Bauten...scheint aus den 20iger Jahren zu sein.
Wieder Mal mit dem Rad unterwegs...entlang der Küste auf teils höchst merkwürdigen - sogenannten- Radwegen, die dann...
....im Nichts enden bzw. in einem solch schmalen Streifen entlang der Leitplanke, um sich dann völlig in Luft aufzulösen....tja, bezüglich Radverkehr gäbe es hier einiges zu tun!
Zum Abschluss: Córdoba!
Nun war ich endlich real da, in diesem architektonischen Meisterwerk: Der Mezquita von Córdoba! Eine Moscheekirche, früher Moschee und später zur Kirche umgebaut bzw. einen Kirchenbau mitten hineingesetzt in die ruhige Hallenstruktur aus Bögen und Säulen, einem Säulenwald.
Während ich andächtig und ehrfürchtig durch diesen unendlich wirkenden Säulenwald wandle, versuchen meine staunenden Augen alles aufzusaugen, was sich da vor ihnen in diesem hallenartigen Bau ausbreitet: die Struktur der Bögen und Säulen, diese Unendlichkeit, diese Ruhe und Unaufgeregtheit der Wiederholung der Struktur, das gedämpfte Licht, diese meditative Stimmung. Die mittig gelegene Kirche, diese pompöse Intervention, überrascht mich nahezu wie ein Schock. Zwei extrem konträre Stimmungen, Formen und Architekturen ineinander verbacken...architektonisch und atmosphärisch war die Unterbrechung des meditativen Säulenwaldes für mich schmerzhaft, aber positiv betrachtet könnte es auch als ein Miteinander der Religionen gesehen werden, die fließend ineinander übergehen, sich verweben... welch schöner Gedanke!
Seit 9.Jänner 2022: Malaga... Andalusien!
Ich habe es schon wieder getan: Ich bin meiner Familie nachgereist! ;-) Mein Bruder und seine Familie waren bereits einige Tage hier, bevor ich mich die letzten beiden Tage dazugesellte.
Es ist einfach eine riesige Freude, mit ihnen Zeit zu verbringen und gemeinsam zu entdecken.
Gemeinsam entdeckt haben wir Granada und die dortige Alhambra, die schon lange auf meiner architektonischen Entdeckungsliste stand. Diese Konstruktionen, diese Präzession bin ins Detail, diese feinen Strukturen sind IRRE!!! und bezaubernd. ...und dann im Abendlicht noch der Blick vom gegenüberliegenden Hügel auf die Gesamtanlage mit der schneebedeckten Sierra Nevada im Hintergrund .....wunderschön!
Jetzt bin ich also wieder an spanischen, leider nicht sonderlich warmen, Stränden angelandet. Malaga hat erstaunlich weitläufige und halbwegs schöne Strände, was mir für eine solch große Stadt als eine große Lebensqualität erscheint.
Und ich lerne wieder Spanisch! Juhuu, es hat hier genauso unkompliziert funktioniert wie auf Lanzarote: Spontan am Montag in der Schule aufgetaucht, einen Platz in meiner Leistungsgruppe bekommen und los gings! Dabei entstand gleich eine Bekanntschaft zu einer sehr sympathische Niederländerin ( die ganze Stadt scheint übrigens von Niederländern bevölkert zu sein– vermutlich die Flucht vor dem dortigen Lockdown), mit der ich jetzt meistens die Abende verbringe. Also, vormittags Schule und ab 14:00 Malaga entdecken.
Vor der Alhambra im Abendlicht...wir waren zwar nicht die einzigen auf diesem Aussichtspunkt, aber es war ein wunderbarer Abschluss des Tages in Granada...
....und ein Rundgang durch Malaga: die riesige, "einturmige" Kathedrale, der zweite Turm wurde offenbar aus Geldmangel nicht fertiggestellt.....
...sowie die Alcazaba, eine wunderschöne, bis ins Detail liebevoll restaurierte Palastanlage aus der maurischen Zeit. Mich hat sie nahezu genauso beeindruckt wie die Alhambra.
Mein Malaga-Alltag ...Lernen :-) - natürlich ganz gemütlich im Café...
...Sonnen am Strand...tja, derzeit leider nur mit dicker Jacke möglich...
....und...SALUD mis amigos!!!
Hallo meine lieben Leser! I am back!
- Aber wo bin ich gerade?
- Im Zug nach Wien, um wieder einen Flieger zurück nach Spanien zu nehmen!
Ja, mein Sabbatical ist noch nicht zu Ende - drei Wochen habe ich noch! Nachdem ich über Weihnachten und Silvester zuhause war, wurde die innere Unruhe in den letzten Tagen so groß, dass ich wieder auf Achse bin. Ich weiß, mein ökologischer Fußabdruck ist inzwischen eine Katastrophe.
Was Euch vermutlich alle brennend interessiert, ist mein Korsikaaufenthalt bzw. der dortige Mann. Ich würde Euch ja gerne von einem lebensverändernden Ereignis, einer Naturgewalt, einer Liebe berichten und schreiben: Ihr erreicht mich ab soundsovielten auf Korsika im kleinen Örtchen Lumio, aber...tja, was himmerlhochjauzend begann endete leider nicht in einem Happy End, sondern eher in einer theatralischen, skurrilen Seifenoper. Für mich untragbar, wenn ein Mensch Besitzansprüche stellt, getrieben von ausufernder Eifersucht und Mißtrauen...na puh, weiter möchte ich das nicht ausführen. Jedenfalls bin wieder um eine Erfahrung reicher.
....Übrigens, abgesehen von meinem Beziehungs-Intermezzo ist die Insel bezaubernd!!! Kultur, Natur und Ursprünglichkeit unaufgeregt vereint! Einfach wunderschön! Korsika, ich komme wieder!
...auf dem Flug nach Hause noch ein Tageszwischenstopp in Marseille und seiner bezaubernden Altstadt...
...einen Blick auf das Chateau d`If aus dem "Grafen von Monte Christo"...
...und ein köstliches letztes Mittagsmahl auf französischem Boden am alten Hafen.
Ergänzung und abschließender Beitrag zu Lanzarote: 8.12.2021
Der vorangegangene Beitrag dürstet geradezu nach einer Ergänzung. Er scheint mir beim nochmaligen Lesen eine äußerst emotionsschwache Berichterstattung. Das geht gar nicht! Ich verdächtige die abendliche Müdigkeit als Übeltäter, aber während ich dies hier schreibe, erscheint mir schon ein weiterer Verdächtiger möglich: Das mich derzeit umgebende und praktizierte - und mächtig anstregende! - Sprachen-Verwirr-Knäuel. Ich lerne eine neue Sprache, und damit reduziere ich auf die simpelsten Wörter damit ich mich überhaupt etwas verständigen kann, gleichzeitig wird hier viel Englisch gesprochen....und ….jetzt habe ich auch noch einen höchst sympathischen Herrn aus Frankreich, genauer gesagt aus Korsika, kennengelernt, mit dem ich jetzt auch noch „Franzenglisch“ praktiziere. Diese Sprachenmelange ist leider keine poetische Höchstleistung an Worten-words-palabras-mots, sondern nur noch ein Sprachen-Eintopf der einfachsten Wörter. Puh, also versuche ich nun nochmal auszudrücken, was ich in meinem vorherigen Beitrag eigentlich mitteilen wollte - auf den Punkt gebracht:
Die Bauten und das Wirken von Manrique mag nicht jeder gutheißen, aber sie zeigen eine achtungsvolle Haltung, eine Wertschätzung dessen, was die Insel mit ihrer einzigartigen Natur ist. Die Fähigkeit zu erkennen und zu erspüren, was an bestehenden Qualitäten - an Schönheit - vorhanden ist und darauf sensibel zu reagieren. Eine Fähigkeit, die leider vielen Architekten in unseren Breiten abgeht. Wenn ich an die oft sehr unsensiblen Bauten denke, die mir in Salzburg vorgelegt werden, welche ihre Umgebung und deren Qualitäten in keinster Weise berücksichtigen ….na puh! Eine Unzulänglichkeit in der Ausbildung? Kein Gefühl der Verbundenheit mit der Natur? Wo liegt die Entscheidungsmacht? Wir müssen das Erspüren und Berücksichtigen des Genius Loci fördern und immer wieder einfordern! Ha, jetzt bin ich ja richtig in der Stadtplanung gelandet!
Abschließend zu Lanzarote, damit nicht alles gaaaaanz so rosarot und wunderbar klingt, noch ein kleiner Exkurs zum Wind - zum Wind - zum fortwährenden Wind! Mühsam, aber auch hübsch, schützen sich menschliche und pflanzliche Spezies, während sich die Palmen in ihrer Form schon angepasst haben. Adiós Lanzarote!..........und Bon jour Korsika! :-), wo ich mich derzeit bereits befinde.......
Immer noch Lanzarote, 6.12.2021
Eine Insel geprägt durch César Manrique
Ein Künstler, Architekt, Umweltaktivist,.... der immensen Einfluss auf die Entwicklung der Insel hatte und bis heute hat, obwohl er bereits 1993 verstorben ist.
Die Gestaltungsvorgaben auf der Insel, gehen auf seine Vision zurück. Die Bebauungen bestehen aus weißen Häusern mit grünen Fenstern und Türen, maximal 2 Geschosse hoch. Die Höhenbegrenzung wird inzwischen zwar etwas legerer ausgelegt, aber immer noch niedrig gehalten. Eine Einheitlichkeit, die sich geduckt in diese erhabene, schroffe und weite Landschaft einfügt und einschmiegt.
Mich beeindruckt es sehr, wie ein einzelner Mensch mit klaren Visionen und Werten, die Manrique auch mit aller Energie ausdrückte und lebte, wirklich Veränderungen und Entwicklungen beeinflussen kann. Keine Strommasten und keine Werbetafeln verschandeln das Landschaftsbild. Der Tourismus wirkt sehr gemäßigt. Alles auf der Insel strahlt eine Form von Ruhe und Gelassenheit aus - so mag ich es!
Und dann diese faszinierenden, von ihm entworfenen Häuser und Räume im erkalteten Lavastrom...
Innen und Außen fließen ineinander über und verschmelzen - wer hier die Hauptrolle spielt ist klar ersichtlich. :-)
Design der 70iger Jahre fügt sich in die in Lavahöhlen eingefügten Räumlichkeiten verspielt ein....ob diese Schwebesessel bequem sind sei mal dahingestellt. ;-)
In seiner eigenen Villa ist seine Kraft und Lebensfreude deutlich zu spüren. Eine Verspieltheit und Freigeistigkeit, die auf mich übersprang. Ich wollte dieses in den erkalteten Lavastrom eingebettete Haus gar nicht mehr verlassen.
Pflanzen sind bei Manrique immer ein wichtiger Bestandteil des Gesamtkunstwerkes.
Mit solch holzigen Hilfestellungen lässt sich leicht über Wasser gehen! ;-)
Die niedrige Bebauung sorgt dafür, dass die Vulkane von überall sichtbar sind.
Lanzarote, 29.November 2021
Uff, jetzt ist es mir passiert, ich bin in eine Schreibblockade gefallen und jeder Tag länger, den ich nicht in den Blog geschrieben habe, hat diese Blockade verstärkt. So viel hat sich in meinem Kopf angesammelt, so viele Eindrücke, Erlebnisse, so viel Nicht-Erzähltes, dass ich nun gar nicht mehr weiß, womit ich beginnen soll. Ruhig atmen, Veronika und das tun, was in Schreibseminaren immer gepredigt wird: Schreiben, als würde es keiner lesen und alles in kleine Häppchen zerteilen...ein Häppchen nach dem anderen, alles weitere wird sich ergeben. Na gut, dann starte ich mal mit dem ersten Häppchen:
Ein großes Hallo von den fast sommerlichen Kanaren! Ja, ich gestehe, ich bin schon wieder mit dem Flugzeug unterwegs gewesen...Zug und Fähre war für mich bei dieser Entfernung mit der Maskenpflicht keine Option mehr.
Es gibt Orte, die sind für mich vom ersten Moment an anziehend, schön in ihrer Erscheinung, mystisch, stimmig, das Auge und der Geist werden mit Eindrücken überfüllt,...Venedig ist zum Beispiel so ein Ort für mich. Diese Stadt habe ich noch vor meinem Flug auf die Kanaren für ein paar Tage genossen. Aber das ist ein weiteres Häppchen - zu dem werde ich ein anderes Mal kommen.
Naja, und dann gibt es Orte, die sind beim ersten Anblick für mich -nett ausgedrückt- etwas unzugänglich, spröde...wie zum Beispiel Lanzarote! Mein erster Gedanke auf der Fahrt vom Flughafen zum Hotel: Diese Landschaft ist ein toller Eingewöhnungs- und Übungsplatz, falls wir die Erde mal verlassen und uns auf Mond oder Mars neu ansiedeln müssen. Mir war zwar bewusst, dass die Insel karg ist, aber sooo karg???? Ihr fragt Euch, warum ich diese Insel ausgesucht habe? Tja, mein Grund hat einen Namen: César Manrique! Aber das ist ebenfalls ein anderes Häppchen, zu dem ich später komme.
Zunächst zum prägendsten Element der Insel:
Vulkanismus
Es war eine perfekte Entscheidung, gleich am zweiten Tag an einer Wanderung mit geologischen Erklärungen nahe des Nationalparks Timanfaya teilzunehmen. Ca. ¼ der Insel wird von einer um 1730 entstandenen, also äußerst jungen, Landschaft geprägt. 6 Jahre lang waren die Vulkane aktiv und die Lava hat schwarze, zerklüftete, spröde und vielfältige Formationen geschaffen. Noch nie bin ich auf so junger Erdoberfläche gewandelt! Faszinierend! Ich hab mich in diese Schroffheit, diese Weite, diese Leere inzwischen fast ein bisschen verliebt. Ich habe auch gelernt, dass dies hier basische Vulkane sind, die nicht explosionsartig ausbrechen und keine giftigen Dämpfe haben, im Gegensatz zu den sauren Vulkanen an den Kontinentalplattenrändern der Erde. Ob ich das jetzt genau richtig wiedergegeben habe? ;-) Jedenfalls sehr spannend und es hat mir die Sorge vor der Nähe zu La Palma genommen. Diese besondere Landschaft spielt auf Lanzarote jedenfalls die Hauptrolle, vom Menschen geschaffene Bebauung ist nur ein Nebendarsteller, was César Manrique zu verdanken ist, von dem ich im nächsten Beitrag berichten werde.
Wie sehen meine Tage hier aus? ....Ziemlich gut!!! :-)))
Mein Zuhause auf Zeit: Hipotel La Geria in Puerto del Carmen. Der morgendliche Blick von meinem Balkon.
Geistige Nahrung: Vorige Woche jeden vormittag Spanischunterricht....und die Hotelangestellten üben alle mit mir! ;-)
Mein "Esszimmer": auch wunderbar zum genüsslichen Zeichnen und Schreiben geeignet!
Strandspaziergänge..und die Strände sind hier gaaaanz lang!
Salzburg, 13.November 2021
Hallo an Alle, die auf diesem Kanal noch einschalten!
Ja, ich bin noch da! Mein Sabbatical hatte kürzlich Halbzeit. "Die Zeit verrinnt so schnell!" -Diesen Satz habe ich schon oft gehört, aber selten so stark gespürt wie derzeit: ...und schon kommt wieder leichte Panik in mir auf! Jetzt bin ich schon über einen Monat zuhause, und möchte diese besondere Zeit auch hier sinnvoll und genussvoll -was ich halt darunter verstehe- verbringen. Darin bin ich nicht immer erfolgreich, eine innere Unruhe steht mir manchmal im Wege. Gleichzeitig verspüre ich aber auch keine Lust wieder allein auf Reisen zu gehen. Merkwürdig ist das! Hat sich der Reiz des Gefühls der großen Freiheit und des Entdeckens im Reisen für mich verflüchtigt? Oder liegt es an den derzeit generellen Reise-Unsicherheiten und unangenehmen Begleiterscheinungen wie Maske tragen in allen öffentlichen Verkehrsmitteln?
Jedenfalls genieße ich hier zuhause die schönen Stunden und Ausflüge mit der Familie und mit Freunden, gemeinsam zu erleben, zu lachen und zu reden.
...UND (Trommelwirbel bitte einschalten!) ich habe etwas für mich gänzlich Neues ausprobiert! ....IIch
Reiten in Wagrain!!!
Gemeinsam mit einer Freundin und in den kundigen Händen und am Hof einer Freundin habe ich zum ersten Mal erspürt, wie sich das Glück auf dem Rücken eines Islandpferdes anfühlt. Besser geht's nicht!!! Das achtsame Heranführen an das Zusammenspiel von Pferd und Mensch war genial! Das genaue Hineinspüren in die Bewegungen des Pferdes, die Reaktion des Pferdes auf mein Atmen, auf meine Haltung, auf mein Denken... so spannend und intensiv!
Übrigens, falls ihr Euch schon wundert.... die aufgemalte Sonne am Pferdehintern war Halloween geschuldet.
Natürlich haben wir das tolle Wetter auch für eine Wanderung zum Tappenkarsee genutzt. Ein magischer Platz auf 1.700 Meter Höhe! Um eventuellen Entzugserscheinungen vorzubeugen, präsentiere ich mal wieder meine Füße... ;-)
...und möchte Euch an meinen Gefühlen dort oben teilhaben lassen: Als ich in diese Landschaft blickte, die mich umgab und durchdrang, da stieg in mir ein klares, glückliches Lachen auf und tiefe Dankbarkeit für die Schönheit unseres wundervollen Planeten.
13.Oktober 2021: Kleine Gefühlsfeder Teil 3...aus Mitteleuropa/ Salzburg
Sorry, ich habe diese Seite sehr vernachlässigt, schon fast 2 Wochen ist der letzte Eintrag her.
Warum? Tja, ich bin seit einer Woche wieder zuhause in Salzburg. ....erstens scheint die Zeit für mich gefühlt zuhause schneller zu laufen - vermutlich weil sie nicht so vollgepackt ist mit neuen Erlebnissen - und zweitens frage ich mich, was ich denn überhaupt hier erzählen könnte, das nicht total langweilig für Euch wäre. Und im gleichen Moment, da ich dies schreibe, finde ich es skurril, dass ich so denke. Langweilig? Nichts zu berichten? Meine Gedanken- und Gefühlswelt ist dieselbe, egal, welche Landschaft, welche Menschen, welche Stadt mich umgibt. Also folgt hier das Naheliegende: Ich erzähle Euch über genau diese merkwürdigen Gedanken und Gefühle, die nach der Rückkehr von Griechenland in mir waren: In den ersten beiden Tagen zuhause wollte ich gleich wieder weg, habe recherchiert, wo es hingehen könnte, einfach weiter reisen.... fast wie eine Sucht... nach dem Auswärtigen, dem Neuen, dem Fremden, dem Besonderen. Ablenkung? Nutze ich die Zeit sinnvoll? Innere Unruhe. Als müsste ich es tun, wie ein Zwang...der Zwang unbedingt etwas GANZ Besonderes aus diesen 6 Monaten zu machen (Panik! Ende Oktober ist schon Halbzeit!), etwas Einzigartiges, mit einem bereicherten Lebensgefühl, einer tollen Erkenntnis daraus hervorgehend ... Welche Erkenntnis? Wer definiert, was einzigartig ist? Mein Lebensgefühl ist doch auch jetzt gut!!! ....ICH bin ja die Person, die dies alles entscheiden und bestimmen kann. Ich weiß, dies ist keine neue, weltbewegende Erkenntnis, im Grunde vollkommen logisch und banal, aber mit diesem Gedanken schaffe ich es, auch meinem Bauchgefühl zuzuhören bzw. es zu spüren und die Entspannung beginnt! Die Unruhe ist derzeit weg, ich genieße diese verregneten Tage hier in Salzburg (OK, das war etwas übertriebener Positivismus: das verregnete genieße ich NICHT!), ich genieße es, Freunde und Familie zu treffen, zusammen Essen zu gehen, zu reden, gemeinsam zu lachen, wandern zu gehen, lange im Bett liegen zu bleiben mit einem Morgenkaffee in der Hand, dies hier zu schreiben.... einfach da zu sein!
Pläne? ....Natürlich! Wie immer, ganz viele ;-) ....aber noch nichts Konkretes.
Sommerakademie Zakynthos - Fortsetzung: 24.September - 1.Oktober 2021
Durch den hier ebenfalls angebotenen Fotografiekurs kommt man auch zu dem Vergnügen, Fotomodell zu sein...
.....neben dem Zelebrieren der Welt finde ich es auch mal voll schön, mich selbst zu zelebrieren. ;-)
Vorbereitung für die Vernissage, bei der die Ergebnisse der Woche gezeigt werden....
...inklusive tierischer Zuschauer.
Meine künstlerischen Ergüsse...das gelbe Bild ist schon auf dem Weg in eine psychotherapeutische Praxis in Eisenstadt. Voll schön, dass es gleich seinen Platz gefunden hat!
Hier bin ich wieder....sowohl auf diesem Kanal als auch auf der mir wohlbekannten, geliebten Insel Zakynthos.
Alles hat seine Zeit - auch die Ruhe nach 7 Wochen Reisen. Eine Woche statisch an einem Ort und trotzdem bewegt. Nicht darüber nachdenken, wo ich morgen oder übermorgen wohne, wie ich dahin komme, wo ich esse. Dem Erlebten nachspüren, Leichtigkeit, viel Kreativität und ......Menschen ganz unkompliziert begegnen und kennenlernen!!! Juhuuuu...ich liebe es! Kurz gesprochen: Ich bin auf der Sommerakademie in Vasilikos!
Hier finde ich die geistige und körperliche Bewegung, die ich, wie ihr ja sicher wisst, so liebe und brauche. Also ein idealer Ort für mich. Einfach Löcher in die Luft träumen kommt natürlich auch nicht zu kurz. ;-)
In diese Genüsse bin ich diese Woche eingestiegen:
Aquarellieren....
....Malen mit Acryl unter Olivenbäumen. Ein wundervoller Platz! ......
...und Singen, während der Blick ins tiefe Blau eintaucht. Da könne sich unsere Stimmen ja nur gut anhören...naja, unser Lehrer sieht das vermutlich etwas anders. ;-)
Filisur -Thusis:
Immer noch Berninagegend, aber auf der Nordseite der Alpen. Einquartiert in dem kleinen Dorf Filisur, in dessen Nähe die Viamala-Schlucht liegt, die ich natürlich auch begehen musste. Ja, was heißt musste?...mein innerer Drang alles mitzunehmen, was es zu sehen gibt, was am Weg liegt, obwohl sich gar nicht mehr die volle Begeisterung dafür regt? Daher, meine Lieben, habe ich mal wieder einen Abend abgewogen, wo die Reise weiter hingeht. Nichts hat so intensiv gelockt, dass ich mich dafür gerne in den Zug gesetzt hätte und dann war da diese Zugverbindung Filisur - Salzburg - nur 6 Stunden! Manche werden das vielleicht nicht nachvollziehen können, aber das war so verlockend und so nah! Ich kann nicht genau erspüren, ob es mehr die Sehnsucht ist oder die Sättigung von so vielen Bildern und Erlebnissen im Kopf, dass im Moment nicht mehr reinpasst, was dann noch ein Genuss wäre. Wie auch immer es sei, Fazit dieser langen Rede ist: Der Zug hat mich nach Salzburg getragen, wo ich gerade an meinem Wohnzimmertisch sitze und dieses schreibe.
Ich kann noch nicht sagen wie und ob diese Reise weitergeht, mein Interrail-Ticket läuft in 8 Tagen aus...neues Ticket? Malen? Yoga? Auf Wohnungsuche und -findung begeben?...
Wie geht`s weiter?
???...???....??????...?
Berninapass, 15.-16.September 2021
Lalala, wir fahren mit der Eisenbahn......
Welch wunderschöne Landschaft hier...jedenfalls für mich! Berge, Gletscher, Weite - Wandern, Schauen, Bahn fahren, wieder Wandern, Schauen,...Hier ist Wandern nach meinem Geschmack: es gibt in gehbaren Distanzen Hütten und Gasthöfe, die Bahnstationen sind gut erreichbar, ..und was mich ganz besonders begeistert hat: Hier haben die Züge noch öffenbare Fenster!!! Es ist ein Hochgenuss, durch die Berglandschaft, über Viadukte, an Gletschern vorbei getragen zu werden, das Gesicht halb draußen, der Bergwind weht um die Nase, die Landschaft gleitet an mir vorbei, so nah, so direkt, so greifbar. .....Einfach wunderbar!
Hier seht ihr mich mal wieder als Fotomotiv. Woran das wohl liegt???....Richtig! Ich hatte mal wieder einen Fotografen dabei!
Darf ich vorstellen: Das ist Marc aus Düsseldorf, aus meiner Geburtsstadt! Aus der ersten Hilfe beim Fensteröffnen wurden zwei Tage gemeinsamer Unternehmungen. So schön, endlich mal gemeinsam etwas zu tun!!!
Hier war der Handwerker hoffentlich gerade auf Mittagspause!
Poschiavo; 13.-14. September 2021
Schon wieder ein Ort, von dem ich noch nie gehört habe. Aber vielleicht lässt meine geografische Bildung einfach zu Wünschen übrig...hatte meine Lehrerin mir damals eventuell doch berechtigt einen Vierer gegeben? ;-)
..und ja, da ist jetzt ein Tag verloren gegangen. Am 12.September habe ich Mailand einen kleinen Besuch abgestattet. Mal wieder viel zu kurz für eine solche Stadt, aber ich merke immer mehr, ich bin einfach keine Großstadtpflanze! Mir sind da einfach zu viele Autos, zu viel Dreck, zu viel Menschen, die auf der Straße wohnen müssen, zu viel Rummel, zu viel Konsum, zu viel Werbung, zu viele Geschäfte. Mich zieht es halt immer in die Dörfer, die Kleinstädte, die Natur! Mailand wurde von mir nur mit einem Stadtspaziergang zwischen meinem Hotel direkt am Bahnhof und der Innenstadt, zum Dom, zur Scala, die Stadtviertel dazwischen und einem Ausstellungsbesuch über Leonardo gewürdigt.
Am nächsten Tag in aller Frühe der Zug Richtung Tirano, wo der Berninaexpress startet. Der Comer See, der auf dem Weg passiert wird, ließ mich noch kurz überlegen, ob ich nicht doch noch mal aussteige. Da musste eine kleine meditative Übung her: "Veronika, Du verpasst nichts, wenn Du im Zug bleibst, ALLES ist gut und schön, was Du machst! Fahr einfach weiter!....hihi, ich lerne!!!
Poschiavo ist bezaubernd für mich: Italienischer Flair gepaart mit schweizer Sauberkeit, oder so ähnlich ;-), und ich wohne in einem alten Palazzo am Dorfplatz.
Kleiner Rückblick auf Mailand
Mmmmh, finde ich sehr unpassend (im Hintergrund): Videowalls mit Werbung auf der Baueinrüstung des Domes...in Salzburg konnten wir bislang erfolgreich gegen solche Begehrlichkeiten angehen.
Ausstellung zu Leonardo da Vinci, in der viele seiner Fluggeräte und sonstiger Erfindungen, von denen viele auch militärische Zwecke hatten, nachgebaut zu sehen sind. Mal wieder perfekt für mich: Ein Museum zum Anfassen!
Im Zuge der Designwoche fand auch ein Event im Schlosshof (nicht nur) für Kinder statt, wo sie sich kreativ auslassen konnten. Wunderbare Stimmung! Oh wie schön fände ich so was auf der Festung in Salzburg!
Spotorno-Noli, 10.-11-September 2021
Wie ich halt so bin, habe ich mich trotz der schönen, entspannenden Tage von Cinque Terre verabschiedet und bin weitergezogen. Da ich noch mal so richtig am Strand liegen und im Meer schwimmen wollte - was in Cinque Terre leider sehr schwierig ist - bin ich in einen, laut Internet, schönen Badeort gefahren. Dorthin hat mich ein NOCH klapprigerer Zug gebracht. Vermutlich habe ich den schon in meinem Interrail vor 30 Jahren benutzt! ;-).
Also, mir ist nicht klar, warum Menschen nach Spotorno-Noli fahren. Der Strand ist vor lauter Schirmen und Plastik-Liegen kaum zu sehen, obwohl derzeit noch nicht mal ein Drittel der Liegen besetzt sind. Ich kann diese parzellierten Strände einfach nicht leiden! Mein Hotel war voller alter Menschen und der Ort selbst hatte etwas verwestes, nachdem so wenig Menschen da waren. Also genau so ein Ort, den ich gar nicht mag. Aber nachdem ich inzwischen sehr entspannt bin und mein Hotel glücklicherweise einen Pool hatte, verbrachte ich dort meine Stunden. Und dann folgt am nächsten Morgen bei meiner Abreise etwas Unerwartetes - Schönes. Ich war mit meinem Rucksack schon Richtung Ausgang unterwegs, da kommt Lella auf mich zu, spricht mich auf Deutsch an und freut sich riesig, dass sie endlich mal wieder Deutsch praktizieren kann, was sie in ihrem früheren Berufsleben als Dolmetscherin intensiv getan hat. Ich hatte noch keine Entscheidung getroffen, wo der nächste Zug mich hinträgt, also kann es mich ja auch einfach mit ihr an den Strand tragen! Aus der Begleitung zum Strand wurde dann ein ganzer Tag voller Schwimmen im Meer und intensiver Gespräche. ..und welch Wunder...als ich mich dann am Nachmittag auf den Weg mache, ist der Ort für mich richtig schön!
Die Bahnhöfe hier lassen mich generell über das Zugreisen in Europa nachdenken. Ich habe erst vor zwei Tagen vom "Connecting Europe Express" gelesen, der auch in Salzburg Station gemacht hat. Damit die Menschen diese Verkehrsmittel intensiver nutzen, gibt es jedenfalls noch einiges zu tun! Nicht nur Norwegen und Schweden sind nicht verbunden, auch in den baltischen Staaten muss man an der Grenze umsteigen, Sarajewo und Mostar sind derzeit gar nicht zu erreichen mit dem Zug! Mich haben diese Fakten jedenfalls davon abgehalten, gewisse Routen zu fahren und kennenzulernen. ....und die Qualität ist teilweise...naja, seht Euch nebenbei den Bahnhof an! Aber wie ich heute gelesen habe, will Italien bzw. die EU zukünftig sehr viel in die Verbesserung dieser Infrastruktur investieren.
Riomaggiore, 6.-9.September2021
Wie ich ja schon im letzten Blog offenbarte, hat mich die äußerst klapprige Regionalbahn mit ihren vermutlich letzten Lebensanstrengungen nach Cinque Terre getragen. Mein Weg hat mich also von Umbrien über die Toskana (einen Tag Zwischenstopp in Florenz) nach Ligurien geführt. Ein Tag für Florenz ist natürlich etwas kurz, aber die Sehnsucht nach dem Meer war mächtig. Also nur ein Stadtspaziergang zu den Klassikern, ein für kurze Wege super gelegenes Hotel zwischen Bahnhof und Dom und direkt vor der Tür eine Bar, wo typisch italienisch mit einem Glas Wein die kleine Abendmahlzeit einfach mitgeliefert wird (siehe unten). ;-) ...für mich völlig ausreichend. Allein in einer Bar zu sitzen ist nämlich viel angenehmer als in einem Restaurant zu sitzen.
Cinque Terre.... da gibt es so viel zu erzählen! Ich finde es einfach wunderbar hier! Wie ihr seht, sind die Gebäude keine architektonischen Highlights, aber wie diese Orte sich in die Landschaft schmiegen, pressen, quetschen und draufsetzen ist immer wieder eine Augenweide. Dabei war ich in den ersten Momenten des Ankommens am Bahnhof und die Hauptstraße hinaufgehend nahe dran wieder umzudrehen, so sehr hat mich der Touristenstrom überfordert und verschreckt. Ja, es sind viiiiele Menschen hier, aber sobald ich die jeweilige Hauptstraße der Orte verließ, fand ich überall ruhige und sehr gemütliche Plätze, Cafés und Bars und kaum begangene Wege durch die Weinberge. Ich liebe es, wenn der Wirbel nahe ist und ich mich hineinbegeben kann, wenn ich danach Sehnsucht habe, aber auch ganz schnell meine ruhigen, stillen Plätzchen aufsuchen kann, wo ich genüsslich bei einem guten, regionalen Wein schreiben und skizzieren kann. Wie übrigens auch auf der Terrasse meines Zimmers, die eine super Aussicht auf die Hauptstraße des Ortes bietet.
Ich liebe die italienische Mentalität!!! Es ist einfach ein leichtes Lebensgefühl, wenn der Café-Besitzer beim dritten Morgenbesuch auf einen Cappuccino und Joghurt mit Obst mich schon mit einem freudigen "Ciao Bella!" begrüßt. Kann ein Tag besser beginnen??? :-)
Wenn ich an einem schönen, ruhigen Platz wie diesem in Vernazza schreiben und skizzieren kann, bin ich stundenlang voll in meine eigene Welt vertieft und der Nachmittag fließt dahin.
Meine kleine Abendmahlzeit. (Das Foto stammt noch aus Florenz) Tja, das war jetzt eine sehr essens- und trinklastige Reihe, und meine Mutter wird sich vielleicht gerade denken, "Gesund essen" sieht anders aus ;.), aber es zeigt vielleicht ganz gut die Stimmung, den Genuss, den ich gerade habe.
..und wenn ich am Morgen vor dem Früstück einen Spaziergang auf eine Anhöhe mache, noch ganz allein unterwegs, dann wird aus dem Müßiggang plötzlich eine Spielerei ...
...zwischen der Sonne, dem Baum und mir...
..und da ist er wieder da, dieser Gedanke, dass alles miteinander verbunden ist...die Natur und der Mensch...eine Einheit.
8.September 2021: Kleine Gefühlsfeder Teil 2...aus dem südlichen Europa
Nachdem ich so viel liebe Rückmeldungen auf meine erste Gefühlsfeder bekommen habe, dachte ich mir, Euch interessiert eventuell wie es mir mit dem Thema Kommunikation und Alleine Reisen hier in Italien ergeht.
Wie ihr Euch sicher schon denken könnt: Viiiiiiel besser! Nicht, dass ich mehr Bekanntschaften machen würde, aber in einem Land, in dem selbst die alten Männer auf der Parkbank und die italienischen Ladies bei ihrem Abendspaziergang eine Unbekannte grüßen, KANN man sich gar nicht alleine, geschweige denn einsam fühlen! Es wird einfach viel, laut und unkompliziert geredet, und dadurch fühle ich mich irgendwie immer mitten drin im Geschehen. Ich finde es sehr entspannend, dass ich hier nicht dauernd selbst agieren muss um Kontakt aufzubauen, sondern auch manchmal das Reagieren ausreicht.
Ziemlich deutlich wurde mir diese sich von den Nordländern so klar unterscheidende Mentalität bei der Zugfahrt von Florenz in die Cinque Terre (wo ich derzeit bin). Wenn zwei Italiener sich laut und durchgehend mit der typischen italienischen Dramatik in der Stimme (mir ist es ein Rätsel, wann die beiden geatmet haben) drei Stunden lang neben Dir unterhalten, kann nach der anfänglichen Freude über diese Lebendigkeit doch eine ganz leichte Sehnsucht nach der norwegischen Stille aufkommen.
ei, ei, man kann es der Veronika aber auch nicht recht machen. ;-)
Orvieto, 5.September 2021
Was soll ich euch groß erzählen von Italien…die Frage stellte ich mir in einer Bar in Orvieto. Bei Chips und Oliven und einem leichten Wein aus der Region. Vermutlich kennt fast jeder Österreicher das Land Italien ausgiebig. Aber ich erzähle Euch trotzdem, denn ich habe wieder mal was Schönes, und für mich Neues, entdeckt: Nach den genussvollen, gemeinsamen Tagen in Rom bin ich nun wieder alleine unterwegs und das nächste Ziel, welches ich mir ausgesucht hatte, liegt nur knapp eine Stunde Fahrt von Rom entfernt: Orvieto! Der Grund meiner Wahl lag darin, dass sich Orvieto zu den „Cittaslow“ zählt – Städte, die mit Maßnahmen der Nachhaltigkeit, Infrastruktur, urbanen Qualitäten usw. Entschleunigung und Lebensqualität fördern wollen. Das wollte ich mir natürlich ansehen und ich finde, es ist spürbar. In die Stadt, welche in der Höhe auf einem Felsplateau liegt, gelangte ich ganz unkompliziert mit einer Standseilbahn direkt vom Bahnhof aus. Trotz dem intensiven Tourismus, von dem die Stadt geprägt wird, sind keine „Ramsch“-Läden zu sehen, sondern hauptsächlich Kunsthandwerk und Boutiquen. In der Bar wurde mir gleich ein regionaler Wein empfohlen, den ich natürlich umgehend gekostet habe. 😉…für mich eine Kleinstadt zum Wohlfühlen….mein Tempo! Meine Entschleunigung! Könnte aber auch sein, dass dies nur für Corona-Zeiten gilt und normalerweise die Stadt unerträglich überlaufen ist von Touristen.
...und dann tauchte da am Ende der Gasse plötzlich diese gigantische Kirchenfassade auf...
...für mich ein überraschender Anblick...die Fassade detailfreudig, zart, ja geradezu verspielt...
...und in der blauen Stunde einfach genial!
Wenn wir schon gleich sein müssen, dann aber bitte mal aus der Reihe tanzen!
Darth Vader läßt grüßen!
ROMA...es folgen die Nachrichten von gestern, vorgestern etc... aus der ewigen Stadt: 1.-4.September 2021
Ich gestehe: Ich bin eine Stalkerin! Ich stalke meine Familie! Also klarer gesprochen, meinen Bruder und seine Familie. Ich bin ihnen nach Rom nachgereist, und sie haben die Stalkerin glücklicherweise akzeptiert und liebevoll aufgenommen! ;-)
Rom...alles scheint so heilig hier, so schwergewichtig, jedes Gemäuer, jeder Stein scheint eine Geschichte zu erzählen. Für mich immer wieder faszinierend, was Menschen erschaffen können, und wie deutlich Gebäude Macht ausstrahlen können.
Was wir bzw. ich unternommen haben? Natürlich die typischen Klassiker, wie das Kolosseum besucht, durch die Straßen mäandert, abendliche Drinks in Trastevere genossen und im Bereich um ihre und meine Unterkunft, dem Stadtteil Monti, DEM angesagten Fortgeh-Viertel, wie wir erst im Laufe des Besuches festgestellt haben! .....des Weiteren die Aussicht von der Dachterrasse ihres Apartments aufgesogen, klassische Espressobars entdeckt....und natürlich den Petersdom real besichtigt!
Hübsche Getränkewagen haben sie hier im Vatikan...ein Einheitsmodell!
Grüne Fassaden trifft man auch hier in Rom an!
Santa Maria Maggiore - die Kirche ist exterritoriales Gebiet des Vatikanstaates!
HALLO! Da bin ich wieder!
Meine beiden Begleiter sind vollgepackt mit frisch gewaschenen Sachen und kleben wieder an mir - der eine stets auf meinem Rücken, der andere vor meiner Brust. Nur dieses Mal ist die Garderobe etwas sommerlicher ausgefallen. Seid heute morgen tragen mich die Schienen also Richtung Süden und heute Abend werde ich dort real eintauchen, wo ich am Anfang der Reise in Hamburg bereits im Miniaturformat war.
30.August 2021
Jetzt war er da, mein Geburtstag. In den letzten Tagen habe ich mehrmals versucht, mir einzureden, dass dies nur ein Tag wie jeder andere ist, …es hat nicht funktioniert. Je näher er kam, desto größer wurde die Sehnsucht nach Menschen…nach lieben, geliebten Menschen….nach reden. lachen, feiern. Eine Person wollte ich gerne noch besuchen, bevor ich den Norden verlasse: Den netten Herrn vom Sylter Strand, …vielleicht hat er Zeit für einen nochmaligen, gemeinsamen Abend? Den hatten wir dann auch wirklich am 26. August– in Worpswede! Welch wunderbare Fügung, jemanden aus Worpswede kennenzulernen. Dieser Ort hat für mich als Malerin eine ganz besondere Anziehung: Ein Künstlerdorf, in dem sich um 1900 herum viel Künstlerpersönlichkeiten getroffen, niedergelassen, gemeinsam philosophiert und gestaltet haben. Bildhauer Bernhard Hoetger hat neben architektonischen Besonderheiten auch einen lachenden Buddha hinterlassen, mit dem ich mich gerne bekannt gemacht habe! Da seht ihr mich ausnahmsweise mal in voller Größe...ich hatte ja einen Fotografen dabei. Dann ging die Reise Richtung Süden gaaaanz schnell. Noch ein kurzer Besuch der Kunsthallen in Hamburg, deren Schätze, insbesondere aus der klassischen Moderne, mich überwältigt haben. Dann gings von Bremen aus am nächsten Tag gleich weiter nach… Salzburg! Ja, meine Lieben, ich bin zuhause, hatte gestern ein wunderbares Frühstück bei Freunden und eine ganz feine, gemütliche Feier am Abend mit meiner Familie! So schön! ,,,und nebenbei läuft die Waschmaschine auf Hochtouren und nächste Woche ……mal sehen, wo die Bahn mich hinträgt.
Sehr experimentierfreudige, geradezu verspielte, Architekturen von Bernhard Hoetger in Worpswede (ca. 1914).
Die Kunsthallen Hamburg:
Eine überwältigende Sammlung! Das Betrachten und Versinken in die Kunst war so intensiv, dass ich gar nicht alles anschauen konnte. Gigantisch!
Interessant! Maria Lassnig hat hier dargestellt, welche Körperteile sie beim Malen wahrnimmt (1967). Das werde ich bei meinem nächsten Malen auch mal beobachten, wo ich was wahrnehme.
25.-26.8.2021 Kopenhagen
Hallo meine Lieben! Die Entscheidung ist gefallen…es geht Richtung Süden für mich.…auf dem Weg schon nach kurzer Bahnfahrt: Kopenhagen!
Vom ersten Schritt aus dem Bahnhof hinaus habe ich mich in dieser Stadt wohlgefühlt. Sehr cool für eine Stadt dieser Größe, nachdem Bahnhofsviertel doch meistens Problemzonen darstellen, sowohl strukturell als auch sozial.
Ist es das menschliche Maß, welches die Stadt so lebenswert und gemütlich macht? Sind es die gigantisch vielen Fahrräder und die dafür geschaffene Infrastruktur? Jedenfalls ist hauptsächlich ein Paar für die Qualitäten dieser Stadt verantwortlich: Jahn und Ingrid Gehl. Er Architekt, sie Psychologin…eine spannende und befruchtende Mischung. Ihre Handschrift ist überall in der Stadt zu spüren: Neubauten, die sich den bestehenden 4-6 Geschossen anpassen und sich einfügen, lebenswerte Aufenthaltsräume, die sich entsprechend kleinteilig zwischen diesen angenehmen Höhen aufspannen und ausbreiten. Raum für Fußgänger und Radfahrer. Das menschliche Maß, die menschliche Geschwindigkeit eben! Es ist toll zu sehen, wie einzelne Menschen so viel bewirken können für viele Menschen!
Kopenhagen..ich liebe Dich!!!
Fahrradstau an der Ampel
Neue Fußgänger- und Fahrradbrücke beim Nyhavn auf die gegenüberliegende Seite. Ein Foto ohne Fahrräder? ...unmöglich in Kopenhagen. ;-)
...und chillen auf der gegenüberliegenden Seite...dahinter ein Street-Food-Platz...Jammi!
24.August 2021:
Nachdem mich Göteborg nicht zum Bleiben angeregt hat, bin ich inzwischen um einiges weitergereist.
Mein erster Standort: Ein kleiner Vorort von Helsingborg, eine Struktur aus kleinen Backstein- und Holzhäuschen, langer Strand, an diesem Badehäuschen und Stege in regelmäßigen Abständen, und ein Bistro, in dem ich den Tag ausklingen ließ. Nichts Spektakuläres hier, aber beim laaaangen Sitzen hatte ich mit zunehmender Faszination einen kleinen Einblick in die abendlichen Rituale der Bewohner: Alte Männer im Auto auf dem Parkplatz, ein zweites Auto parkt neben ihnen, die Autofenster runter und mindestens 1 Stunde so unterhaltend…und dann fahren beide Autos wieder weg! Wirkte wie ein Ritual…vielleicht aus dünkelnden Zeiten, wo die Herren jederzeit fluchtbereit sein mussten? 😉…Abendspaziergang mit Hund und Eis am Strand, Andere mit Badeanzug und locker übergeworfenem Bademantel durch die Straßen schlendernd Richtung Strand, ein Mal kurz ins Meer eintauchen und wieder gemütlich nach hause zurückschlendern, kleine Kinder im Handwagen ziehend, natürlich auch schon im Bademantel. Eine Gruppe von alten Männern auf der Terrasse des Cafes…nur den Sonnenuntergang hat niemand außer mir abgewartet. Die Schweden wissen schon, wann sie ihre Rituale machen, es wurde dann nämlich ziemlich kühl.
Ein kleiner, liebevoller Einblick …und schon fange ich wieder an zu philosophieren: Wie wichtig sind Rituale? Habe ich welche? Sind sie langweiliger Alltag? Nein, ich finde nicht…sie geben einen Rahmen, Struktur, Klarheit,… ja, Gemeinschaft, Zugehörigkeit…und das ist schön!
22. August 202: Auf nach Schweden!
Also kurz zurück nach Oslo um nach Schweden weiterzukommen. Und hier, meine Lieben, beginnt eine skurrile Geschichte! Es gibt keine Zugverbindungen von Oslo nach Schweden- weder Richtung Stockholm noch Richtung Malmö! Und niemand konnte mir das erklären! Die Bahnmitarbeiter meinten es liegt an Corona, andere meinten, es liegt an der Bahnreform, aber was da genau läuft, konnte mir noch nicht mal die Internetrecherche sagen. Sehr schräg! – Die Bahnmitarbeiter haben wirklich gesagt, ich kann bis zur Station, die am nähesten an der Grenze ist, fahren und dann wissen sie aber auch nicht, wie ich weiterkomme, besser wäre es gleich den Bus zu nehmen. Wenn ich mir vorstelle, jemand würde sagen ich kann bis Taxham-Liefering mit der Bahn fahren und dann müsste ich schauen wie ich weiterkomme über die Grenze…“Die spinnen, die Norweger!“ würde jetzt ein dicker Herr in blauweiß gestreiften Hosen sagen! Jedenfalls bin ich dann wirklich mit dem Bus nach Göteborg gefahren und…da war nicht mal eine Grenzkontrolle!
Grenzfluss Norwegen-Schweden
Die Stadt Göteborg: Zugegeben ein sehr schnelles, und vermutlich ungerechtes Urteil nach einer 5-stündigen Wanderung durch die Innenstadt: Noch mehr Kuddelmuddel -aber dieses Mal auf schwedisch! Mit Gebäuden die eindeutig von mir für die goldene Himbeere der Architektur nominiert würden. Laut Internet eine Stadt, die in Bezug auf Nachhaltigkeit und Smart City ganz vorne dabei ist, mmmh – jedenfalls visuell nicht wahrnehmbar für mich.....ein paar nette Straßenzüge habe ich aber schon gefunden, wo ich auch super essen konnte (im Lokal am linken Bildrand)....und hier sind mir gleich mehrere Salza-Tanzsessions auf der Straße bzw. auf Plätzen begegnet. Finde ich sehr cool, dass sie das draußen machen - vermutlich auch wegen Corona.
Ansonsten.....
Was soll das denn bitteschön darstellen???
Und da soll sich nochmal irgendjemand über das Heizkraftwerk Mitte aufregen!
Die Stadt ist zudem im Moment übersät mit gigantischen Baustellen…ich hoffe nur, die Stadtplanung hat einen guten, durchdachten Masterplan und weiß, was sie da tut.
Aber auch hier gabs natürlich etwas, was mich begeistert hat: Ich hatte hier das Vergnügen auf einem alten Segelschiff, welches in ein Hotel umgebaut wurde, zu übernachten. Sehr speziell und super nostalgisch!
Der Frühstücksraum an Bord.
...und die Abendstimmung darf bei so viel Nostalgie natürlich auch nicht fehlen.
Wie angekündigt folgt hier jetzt noch 2.Teil Kristiansand:
...wo ich sicherlich das hübschestes Trafohäuschen ever gesehen habe!...wie ein norwegischer Pullover! :-)
...und dann möchte ich Euch noch von meiner Radtour berichten, die mich entlang der Küste an schöne, abgelegene Buchten führte, aber auch völlig überraschend......
.....zu einem Kanonenmuseum, eine Art norwegisches Pendant zur Bunkeranlage in Hirtshals. Strategisch gesehen natürlich logisch, um im sogenannten Skaggerak (Meeresbereich zwischen Dänemark, Norwegen und Schweden) die Landung der Alliierten zu verhindern, aber die Präsenz hier hatte mich völlig überrascht. Und es ist irre, was da präsent ist! Die Kanone, diese gewaltige Maschine, die 55 km weit schießen konnte. Wenn Probeschüsse durchgeführt wurden, waren geschlossene Fenster im nahegelegenen Ort hinüber. Rechenmaschinen, auf denen an einem Rädchen "Gegner" steht, genau wie an einem anderen Rädchen "Wind" steht. Kalt, entmenschlicht, eine Rechenschieberei, eine unglaubliche, gewalttätige Maschinerie, die faszinierend und extrem bedrückend zugleich ist. Hier wird Geschichte in einer sehr unaufgeregten Art, ohne Anklagen, ohne Pathos gezeigt, einfach in dem die Dinge, die da sind, betrachtet werden können. Diese visuelle Spürbarkeit ist für mich eindrücklicher als jedes Geschichtsbuch.
...und dann hab ich das gemacht...naja, so ungefähr..., jedenfalls bin ich in mich gekehrt....
...und sage jetzt Tschüss zu Kristiansand!
20.August: Kleine Gefühlsfeder:
Nachdem mich das Thema Alleine Sein, sprich die Einsamkeit, des Öfteren beschäftigt (aber inzwischen immer weniger!), gehört auch diese Gefühlserfahrung zu meiner Reise dazu und ist den folgenden, kleinen Exkurs wert:
Reisen – Entdecken - genüsslich durch Länder gleiten – zeitlos - Begegnungen mit Menschen - spannende Gespräche….denkste - Begegnungen und Gespräche sind äußerst minimalistisch vorhanden. …aber ich muss auch gestehen, ich hatte sicher etwas träumerische, unrealistische Vorstellungen von dem Abenteuer. Also, meine Begegnungen bislang: Auf Sylt hatte ich zwei sehr nette Gespräche, von denen eines immerhin zu einem gemeinsamen Drink führte. Die zwei Personen, mit denen ich intensivere Gespräche in Norwegen hatte, waren beides Amerikaner! Nachdem der eine bereits 2 Monate im Hotel in Bergen wohnte (er ist auf der Suche nach einem Haus) und ich die erste Person war, mit der er im Hotel geredet hat, konnte ich mal beruhigt annehmen: Es liegt nicht an mir! Juhuuu! Das entspannte mich doch etwas. Und natürlich entstehen immer wieder Gespräche, wenn ich nach etwas frage, was inzwischen oft der Fall ist, da ich das Internet kaum mehr, dafür die Menschen äußerst intensiv befrage.
Woran liegts also??? Nachdem ich ja viel Zeit habe, bekommt ihr jetzt auch gleich meine Theorie dazu geliefert: Zum Teil vermutlich an der Mentalität der Norweger, welche nach deren eigenen Aussagen, die ich inzwischen gehört habe, sehr distanziert-höflich ist: man will dem anderen nicht zu nahe treten, nicht in seine Sphäre eintreten. Aber auch die Züge sind durch die Großraumwagons in Kombination mit dem Abstandhalten (in Norwegen wird derzeit immer nur ein Platz pro Reihe besetzt) als Begegnungsraum unbrauchbar…Bei den Unterkünften bin ich nicht untätig geblieben, und hab ganz fleißig an dieser Schraube gedreht: Am Anfang klassische Hotels, dann Hotels, die einen Gemeinschaftsraum bzw. Gemeinschaftsküche haben, denn in diesem teuren Land sollte man doch annehmen, dass manche selber kochen. War auch so, aber…da kam kein Feedback! Auf meinen Gruß hin konnte ich froh sein über die Andeutung eines kurzen Lächelns und wenn der Blick eine Sekunde gehalten wurde.
Also das Level nochmal erhöht: In Flam war es dann die Jugendherberge, aber die Reaktionen waren ähnlich. Mmmmmh, vielleicht ist aus dem rücksichtvollen, verordneten Abstandhalten inklusive dem Abwenden der ach so gefährlichen Mundöffnung ein nicht mehr hinschauen und in die eigene, kleine Welt einkapseln geworden???
Tja, da sah ich nur noch 2 Möglichkeiten: Entweder ich schaffe mir so etwas wie einen Freund Harvey an (sollte jetzt bei einigen ein Fragezeichen entstehen, bitte im Filmlexikon nachlesen 😉), oder…..ich akzeptiere es einfach.
Ich habe mich für Letzteres entschieden und übe mich in Genügsamkeit und darin, mein Wohlbefinden nicht von der Resonanz anderer Menschen abhängig zu machen. Einfach Akzeptieren heißt das Motto, liebe Veronika!
…und das funktioniert gut! Inzwischen quatsche ich ohne Scheu eben jeden an, wenn mich gerade etwas interessiert oder ich Informationen fürs Weiterkommen brauche. Freund Harvey musste bislang noch nicht aktiviert werden!
Sie ist schon spannend, diese Welt und die Menschen darauf ….und wie ich damit umgehe!
Noch ein kleiner Nachtrag zu Oslo ...
...da mich noch etwas begeistert hat: Das Fram-Museum! Die Fram ist das originale Expeditionschiff, mit dem Amundsen den Südpol erreicht hat, welches man begehen und visuell erleben kann. Ich liebe solch lebendigen Museen! Ein Plumpsklo hatten sie natürlich auch an Bord, aber nicht so schick wie in Ottenes. 😉
Auf die Osloer Museumsinsel gelangt man, wie sollte es anders sein, natürlich mit einem Schifferl. Mich fasziniert es immer wieder, dass Menschen solch extreme Dinge tun, sich Kälte, Hunger, dem möglichen Tod aussetzen um....ja, was? Diesen unwirtlichen Flecken Erde zu erobern? Etwas tun, was noch niemand gemacht hat? Sich selbst herausfordern?
...jedenfalls suche ICH im Moment und vermutlich generell nicht das Extreme... ich sehne mich danach endlich mal mein Sommerkleid und meine Flip-Flops, die bislang ein armseliges Leben in den Abgründen meines Rucksacks hatten, herauszufischen und Luft an meine Zehen und meine Haut zu lassen. Schon wieder dieses Stimmchen: Jetzt bin ich mal in Norwegen, warum also nicht weiter nach Norden? Ich könnte ja was verpassen! Nachdem ich zwei Abende in Oslo damit verbracht habe mich nicht entscheiden zu können, welche Richtung ich jetzt einschlage, bin ich über den Begriff der norwegischen Riviera gestolpert...
...und in Kristiansand gelandet!
...darf ich vorstellen: eine gemütliche Kleinstadt am Meer, ein klassischer Ferienort, aber mal wieder umgeben von wunderbarer, fußläufig erreichbarer Natur...Küste, Wälder, Seen....juhuuu, endlich Baden! Klingt für Euch gerade sicher voll fad, aber es ist genau das, was ich gesucht habe. Seele baumeln lassen und Füße im Wasser, Eis essen, Cafe trinken, Schauen, Sitzen, Radfahren - mit einem Rad fühle ich mich gleich viel freier und mobiler und kann mehr entdecken. Was ich da noch entdeckt habe, folgt morgen in Teil 2 Kristiansand...
Oslo, 16-17.August 2021
Upps, ich komme in leichten Verzug mit meinen Berichten, ich bin nämlich schon nicht mehr in Oslo, ....aber eins nach dem anderen.
Aus den Fjorden hat mich nur das Regenwetter getrieben - Richtung Hauptstadt. Die Bergenbahn fährt dabei über Europas größte Hochebene, die Hardangervidda. Beim Durchfahren wurde ein altbekanntes, unruhiges Stimmchen in mir wieder toplebendig: Verpasse ich was? Sollte ich nicht alles am Weg mitnehmen, was geht? Soll ich aussteigen und diese von so vielen umschwärmte und bewanderte Ebene erleben? Aber auf mich wirkte die Ebene eher abweisend bei dem ungemütlichen Wetter. Puh, diese vielen Möglichkeiten sind manchmal anstrengend. Jedenfalls bin ich sitzengeblieben und auf nach Oslo.
In Oslo hatte ich das Vergnügen von einer Architektin, der Freundin einer Freundin, mit ihrem gesamten architektonischen Wissen in die Stadt eingeführt zu werden. Oslo ist....naja, ein ziemliches Kuddelmuddel verschiedener Strukturen, ohne historischem Stadtkern und vielen, schnell entstandenen Neubaugebieten auf ehemaligen Hafenbereichen. Oslo ist somit ans Wasser gerückt und hat viele erlebbare Quai-Bereiche, was durchaus Qualität hat.
Aber was mich so richtig, richtig, richtig begeistert hat.....
...waren die Oper und die Bibliothek!!!
Die Oper, beziehungsweise deren Dach, ist eine riesige begehbare Fläche, eine Skulptur am Wasser, steile Treppen, Absätze zum Sitzen, hineinfließend ins Wasser, weiß, mystisch, von allen Altersgruppen begangen, von einer Salza-Tanzgruppe betanzt, mit Scootern befahren...lebendig und skulptural mystisch. Ein riesiger öffentlicher Raum! Sogar das Foyer ist frei zugänglich.
Was die Oper an öffentlichem Außenraum ist, bietet die direkt daneben liegende Bibliothek als öffentlicher Innenraum. Es ist ein Vergnügen diese Räume zu erleben: Unterschiedlichste Sitzmöbel in coolem Design, Lesenischen, Work spaces, Gruppenräume, fast überall Aussicht auf Oper und Wasser, geöffnet bis 22:00 Uhr!!!...ja, dieses Gebäude, das mit seiner weiten Auskragung etwas komisch wirkt, würde mich sicher oft sehen.
Hallöchen, da bin ich wieder! Nachdem ich gestern Abend beim Schreiben eingeschlafen bin, folgt erst jetzt der neue, a bisserl lang geratene, Beitrag:
Flam, 13-15.August
Bergen habe ich dann- natürlich nicht bevor ich mich von der dortigen Munch- und Cezanne-Ausstellung begeistern ließ (ja, auch meine künstlerische Seele füttere ich immer wieder)- mit der sogenannten Bergenbahn verlassen, die Bergen mit Oslo verbindet...auf der Hochebene dann Umstieg in die Flambahn, die steil in 20km hinunter an einen Fjord führt. Das norwegische Fjordland: Alles sehr romantisch, sehr wild und sehr grün...und hat irgendwie a bisserl was von Harry Potter, finde ich. Jedenfalls zwei Bahnstrecken, die ziemlich bekannt sind ob ihrer landschaftlichen Schönheit. Man könnte also sagen, ich war so richtig klassisch Touristin.
In Flam kommt auf kleinstem Raum die Bahn an, alle möglichen Freizeitaktivitäten, Touristenattraktionen haben am Pier ihre Station wie Speedboot fahren, Kajaken, Fjordrundfahrten etc. …..und es legen hier Kreuzfahrtschiffe an, wenn welche unterwegs sind. Für mich unvorstellbar, wie das alles an diesem engen Fjordende reinpassen soll. In normalen Zeiten würde ich diesen Ort vermutlich ganz schrecklich finden, wie Königssee in der Hochsaison, aber derzeit ist es so gemütlich, dass ich jeden Morgen meinen Cafe am Strand genieße und die verschlafene Stimmung auf mich wirken lassen kann. Der erste Tag, an dem ich nicht das Gefühl habe, ich verpasse etwas, wenn ich den Tag nicht vollpacke mit Tätigkeiten.….und ich wohne derzeit in einer gemütlichen Jugendherberge am Campingplatz. Alles sehr entspannt......
.......Nachdem hier, ebenfalls bedingt durch Corona, die öffentlichen Verkehrsmittel ziemlich eingeschränkt fahren, entdecke ich halt das, was ich mit meinen Füßen gut erreichen kann. Wie den nächstgelegenen Wasserfall….und ein erstaunliches Plätzchen namens Ottenes: ein ganz bezaubernder Ort, für mich geradezu ein Kraftort. Eine Ansammlung von alten, renovierten Gehöftgebäuden, wie ein kleines Freilichtmuseum, das frei begangen werden kann. Ein tänzerisch dastehender Schleifstein, an dem sogleich...für mich lebhaft…die Figur meines Großvaters entsteht, der mit seinen drahtigen, flinken Fingern diesen in Schwung bringt. Eine bezaubernde Besitzerin, die Lunchpakete zusammenstellt, mit dem man sich dann im Garten unter die wunderschönen Bäumen platzieren kann, wo es einem gefällt. Alles so liebevoll, dass dieser Ort zeitlos wurde und ich den gesamten Nachmittag dort verbrachte bei meinem inzwischen kalt gewordenen Kaffee und abwechselnd Sonnenschein und warmen, leichten Regen. Mir hat es sooo gut gefallen, dass ich dort auch später mein Dinner eingenommen habe. Mit Dinner meine ich auch Dinner: 9 Gänge mit Weinbegleitung erstellt von einem bekannten Restaurant aus Bergen. Was ich mir da genau gegönnt habe, wird wahrscheinlich nur Ralph lesen können...und mir später berichten können, was ich da gegessen habe. ;-) Am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig in einer zusammengewürfelten Gesellschaft allein zu sein und auch allein am Tisch zu sitzen, aber im Laufe des Abends haben sich alle im Raum miteinander unterhalten und so war dies mein erstes Essen in Gesellschaft seit über 2 Wochen. .....und es ist unglaublich, wie elegant und lieblich ein Plumpsklo sein kann...;-)
Überfahrt Dänemark-Norwegen und Bergen
10.-12.August
Juhuu, ich kann Euch mitteilen, dass ich die Überfahrt gut überstanden habe - glücklicherweise im Bett meiner kuscheligen Kabine und nicht an der Klomuschel.
Übrigens...Das kleine Foto "Hund und Herrl" im letzten Blog hab ich nur platziert, damit ihr Euch nicht fadisiert bei den etwas ausufernden Wolkenstimmungsfotos. Tja, und dann begrüßt mich Bergen, die als regenreichste Stadt Norwegens gilt, auch noch mit schönstem Kaiserwetter und wieder mal wunderbaren Wolken! ;-) Ich hoffe, ihr bleibt mir trotzdem erhalten auf diesem Kanal. .....
.....unten gehts weiter mit der Stadt Bergen...
Bergen
Mit dem Sonnenschein hat sich Bergen natürlich ganz leichtfüßig in mein Herzerl hineingespielt. An so mancher Ecke habe ich mich zwar gefragt, ob hier wohl eine Stadtplanung oder ein Gestaltungsbeirat vorhanden sind, aber natürlich schaue ich als Stadtplanerin ganz besonders kritisch. Die Altstadt am Hafen und den Hang hinauf mit den vielen Holzhäusern ist wunderschön charmant verwinkelt und farbenprächtig. Die Lage der Stadt ist für Naturliebhaber wie mich genial: Sie liegt am Meer bzw. Fjord und ist umringt von Hügeln, die in kürzester Entfernung wunderbare Natur bieten. Natürlich bin ich gleich aufi auf den Floyen. Sobald ich die obere Station der Seilbahn passiert hatte (nur 350 Höhenmeter!) kam -für mich völlig überraschend- sofort ein Gefühl von Hochgebirge auf (karge Vegetation, keine Menschen, keine markierten Wege). OK, das war mir neu, dass hier oben im Norden Höhen eine solch andere Bedeutung haben als bei uns ....und übrigens: es war traumhaft schön da oben!!!
Hirtshals, 9.August .2021
Hirtshals.... was soll ich zu diesem Ort sagen außer dass ich mich -nicht nur im ersten Moment des Ankommens- gefragt habe, was ich hier eigentlich mache. Was wollte ich nochmal? Ach ja, eine Fähre besteigen um noch weiter in den Norden zu gelangen. Aber vielleicht tue ich diesem fast nördlichsten Ort Dänemarks auch Unrecht - mein Darm spielt nämlich etwas verrückt und wenn ich gesundheitlich nicht auf der Höhe bin kann ich ganz schön fies sein, auch Städten gegenüber.
In diesem Ort ist jedenfalls alles auf Autos und Fähren ausgerichtet, extrem breite Straßen begleitet von verloren wirkenden ein-bis zweigeschossigen Häusern. Viel Industrie, die den Zugang zu den erstaunlich schönen Stränden, die so gar nicht zu der Stadt passen wollen, a bisserl schwierig macht.
Nach dem ersten Schock über den Ort des Nirgendwo und nach einem ausgedehnten Spaziergang durch menschenleere Straßen (Vielleicht sollte ich zukünftig vermeiden an einem Sonntag irgendwo anzukommen!?), erreichte ich den Strand, der nicht nur schön war, sondern auch überraschend Zeitgeschichte zeigte. Die Bunkeranlagen aus dem zweiten Weltkrieg, die aufs Meer ausgerichtet waren, sind dort zu begehen und zu erspüren. Unheimlich ist das. Alles noch 1944 erbaut. Für den Krieg gebaut, lassen sich die Betonbauten heute zum friedlichen Sitzen und in die Weite Schauen nutzen. Welch anderer Blickweise, welch andere Intention als damals.
Bevor dann der große Regenguss kam, der mich die 2 Kilometer zu meinem Hotel begleitete, zeigte sich der Himmel noch in all seinen vielfältigen Formen und Farben. Also doch ein paar Lichtblicke an diesem Tag.
Heute Abend nehme ich die Fähre nach Bergen/Norwegen. Ich warte nur noch bei Chips und Cola auf die Abfahrt…vielleicht beruhigt sich mein Darm damit wieder- wäre für die Überfahrt ganz praktisch.
Aalborg, 7. August 2021
Meine Tage sind so intensiv, dass ich das Gefühl habe ich bin schon Wochen unterwegs, dabei sind es gerade mal 9 Tage. Wo soll ich anfangen zu erzählen, wo soll ich mich kurz halten, was ist überhaupt interessant für Euch, wohin soll ich jenes, was Städtebau betrifft, auslagern - denn damit will ich nicht Euch alle, die mich hier begleiten, vollquatschen??? Puh, ich merke gerade, auch einen Blog zu schreiben erfordert Struktur! ...sorry, dieser kleine Sidestep ist wohl nur für jene verständlich, die mich die letzten 1,5 Jahre in der Ausbildung begleitet haben. ;-)
Zunächst mal zum Hier und Jetzt. Ich bin also in Aalborg gelandet, einer Stadt, von deren Existenz ist bis vorgestern noch keine Ahnung hatte, wie ich leider gestehen muss. Jedenfalls werde ich sie nie wieder vergessen, denn sie hat mir viele Genussmomente beschert. Um die Stadt und die Umgebung zu entdecken, habe ich mir - ihr werdet es schon erraten- natürlich ein Fahrrad ausgeborgt.....und damit immer entlang des Wassers den Limfjord entdeckt, naja, Miniteile davon, denn dieser geht von der Nordsee bis zur Ostsee durch, zerteilt sozusagen Dänemark. Also viiiiiel Wasser, viel Ufer, viele schöne Zugänge zu diesem, viel Natur, viel Freiraum...und wenig Menschen! Von meinem Hotel im Stadtzentrum bin ich nach 10 min. mit dem Rad bereits in der schönsten Natur und an romantischen Jachthäfen. Nachdem ich ja viel Zeit habe, entstehen dann auch philosophischen Gedanken zu der spürbaren Entspanntheit der Dänen: Vielleicht sind sie so, weil sie so viel freien Raum haben um den sie nicht kämpfen müssen und entspannt nutzen können. Aber vielleicht sind auch -ganz banal- so wenig Menschen da, weil das Wasser kalt ist, der Wind weht und die Dänen einfach nicht so sehnsüchtig der Natur nachstreben.
Sonne pur, Füße im Wasser, Streetfood in einer alten Hafenhalle, gemütliches Beisammensein von Menschen...ohne Masken...ganz einfach, aber schon lange vermisst. Ich weiß nicht, ob es vernünftig ist, aber hier ist es einfach so und ich genieße es. Und Ihr seht auf einem Foto wieder mal nur meine Füße - in Ermangelung eines Reisebegleitung werdet ihr diese Körperteile von mir wohl öfter sehen. ;-)
....noch ein kurzer Rückblick auf Flensburg: Nachdem ich in Flensburg auch nur äußerst teure Unterkünfte finden konnte (200 Euro aufwärts ist mir echt zu viel), bin ich hier nur eine Nacht geblieben. Somit haben wir uns gegenseitig keine Chance gegeben: eine Nacht bzw. ein halber Tag ist einfach zu wenig um einen Ort auch nur ansatzweise zu erspüren - außer natürlich man ist Japaner. ;-) Mich zog es ohnehin nur wieder an den Hafen, ans Wasser, um dem Treiben, dem An- und Ablegen dort zuzusehen. Vermutlich, weil ich das zuhause nicht habe, entzückende kleine Gassen und Innenhöfe aber in Massen.
Nun noch mal zurückkommend auf die Struktur: ich werde als Unterordner der Blogbeiträge eine eigene Sparte für Stadtplanung eröffnen.
Grenze Deutschland - Dänemark
Grenzen sind spürbar....und werden sichtbar: Gesichter mit Masken - Gesichter ohne Masken!
Juhuuu! Endlich entspanntes Zugfahren ohne Maske! Nur aufzusetzen, wenn man den Sitzplatz verlässt. Ich bin happy!
Sylt, 4.August 2021
Jetzt lag sie endlich vor mir, die große Weite - nichts verstellt den Blick, unendlich! Und gleich mit einem Geschenk von Sonnenuntergang, der sich genussvoll aus einem Strandkorb betrachten ließ.
Wieso eigentlich nach Sylt? Hauptgrund meines Inselbesuches ist meine Nichte, die dort in einem Hotel über die Ferien arbeitet. Welche Freude, ein bekanntes, geliebtes Gesicht in den nördlichen Gefilden zu sehen, was natürlich sofort mit einem Stranddrink gefeiert wurde.
Sylt ist wunderbar mit dem Fahrrad zu entdecken. Wildschöne Dünenlandschaften, fast leere Strandabschnitte, kleine Dörfer mit reetgedeckten Häusern, die so aussehen, als wären sie der Miniaturwelt von Hamburg entsprungen - so lieblich und nahezu perfekt irreal!
Einfach ist das spontane Reisen allerdings nicht in der Hochsaison: Ich habe gerade noch ein Zimmer für eine Nacht bekommen zu einem Preis, der...wohl besser nicht zu erwähnen ist. Am nächsten Morgen konnte ich nochmal eine Nacht in einem anderen Hotel ergattern. Puh, das war eine Challange! Mit dem eigenen Camper hierher kommen, ist zu dieser Jahreszeit vermutlich gemütlicher.
Mich zieht es daher -nicht ganz freiwillig- weg von dieser schönen Insel weiter Richtung Flensburg.
..und wenn der Müßiggang jetzt so langsam anfängt einzusetzen, dann mache ich das ;-) ....
Hallo meine Lieben! Seit 29.7.2021 bin ich "on the road" bzw. auf der Schiene. Was habe ich im Gepäck? Was für die nördliche Kühle, was für die südliche Wärme, ein Interrail- Ticket 1. Klasse. Der erste Zug ging Richtung Norden. Erste Station: Hamburg. Erster Drink am Alsterufer...wow, schon ein Haucherl des Gefühls von Weite für mich....nach 2 Jahren nur in den Grenzen von Österreich.
Das Bahnfahren mit Maske habe ich leider etwas unterschätzt...wirklich entspannend empfinde ich es nicht, aber ich hab die Hoffnung, dass ich mich noch daran gewöhne. Immerhin schreibe ich diese Zeilen im Zug auf dem Weg nach Sylt. Ein gutes Zeichen!
Aber zurück nach Hamburg: Dort ist reisen gaaaaanz einfach. Im Schnelldurchlauf konnte ich nicht nur Europa, sondern gleich noch die USA bereisen. Zackzack, Fernreise schon abgeschlossen ;-) - in der gigantischen Miniaturwelt in der Speicherstadt von Hamburg.
In Bremerhaven das Auswanderermuseum: Damals wie heute Menschen in Bewegung, ihre Gründe, ihre Hoffnungen, ihre Träume, ihre Reise. Ich habe derzeit den Traum und die Hoffnung, dass es mir gelingen möge das Hier und Jetzt zu genießen...